Unser Ansatz

 

Unsere Ansätze, Haltungen und Grundideen finden sich in unserem Logo wieder. Je nach Perspektive und Blickwinkel sehen Sie hier entweder – oder gleichzeitig – ein Puzzle, einen Baum oder ein Gehirn.

Ein Puzzle besteht aus vielen Teilen, die zusammengefügt werden müssen, um das gesamte Bild zu sehen. Bei FASD können die Auswirkungen auf die betroffenen Personen sehr unterschliedlich sein und es kann schwierig sein, alle Symptome und Verhaltensweisen zu verstehen und ihnen positiv zu begegnen. Es erfordert oft eine umfassende Herangehensweise und das Zusammenfügen vieler Einzelteile, um das Gesamtbild zu verstehen.

Ein Baum hat tief verwurzelte Wurzeln, die ihm Stabilität geben und ihm am Leben erhalten. Bei FASD kann es ähnlich sein, dass betroffene Personen Unterstützung und Stabilität benötigen, um zu geheiden und sich zu entwiclen. Wie ein Baum kann eine Person mit FASD mit Unterstützung wachsen und in der für ihn oder sie richtigen Umgebung gedeihen.

Unser Leitbild fußt auf den grundlegenden Werten von Empathie, Respekt, Verantwortung und Integrität. Wir sind davon überzeugt, dass durch die Vermittlung von Fachwissen und praxisorientierten Handlungsempfehlungen ein Mehrwert für alle Beteiligten entsteht. Diese Grundhalteung ist der Ausgangspunkt für all unsere Aktivitäten und Entscheidungen. Wir möchten durch unsere Arbeit einen positiven Einfluß auf die Gesellschaft haben und dazu beitragen, das menschen mit FASD die Unterstützung und Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

In unserer Überzeugung ist Behinderung nicht in erster Linie ein medizinischer Befund und individuelles Schicksal. Behinderung entsteht vielmehr in der Wechselwirkung von körperlicher, mentaler oder Sinnes-Beeinträchtigung und materiellen, medialen oder sozialen Barrieren, die keineswegs als schicksalhaft, sondern als durchaus veränderbar anzusehen sind. Menschen mit FASD sind nicht behindert, sie werden behindert.

Verhalten von Menschen mit FASD – so herausfordernd dies auch erscheinen mag – ist für uns im Sinne positiver Verhaltensunterstützung immer sinnvoll. Ein Verhalten mag vermeintlich ohne (erkennbare) Ursache erfolgen, der Mensch mit FASD wird jedoch immer einen inneren Grund haben, sich entsprechend zu verhalten. Wir betrachten das  gezeigte Verhalten, das im Vergleich zur neurotypischen Normgesellschaft als besonders erscheint, immer auf dessen Funktion und inneren Grund, um davon ausgehend, individuell angepasste und effektive Strategien zur positiven Verhaltensunterstützung ableiten zu können 

Sprache schafft Haltung und Realität(en). Die bewusste Nutzung des Begriffes „Verhaltensbesonderheiten“ steht hier also für die Überzeugung, dass die Hirnschädigung auch sprachlich Berücksichtigung finden sollte, indem sie deutlich macht, dass es zwar aussieht wie ein Verhaltensproblem, aber eigentlich ein Gehirnproblem ist. Solange die gleichen sprachlichen Zuschreibungen genutzt werden, die auch für neurotypische Menschen/Verhaltensweisen genutzt werden, tragen wir dazu bei, dass nicht die Hirnschädigung als Ursache für abweichendes Verhalten und somit der deutliche Unterschied zwischen der vermuteten und der tatsächlichen Motivation liegt. Es geht im Kontext von FASD vielmehr um ein „nicht können“, denn um ein „nicht wollen“. Eine sensible und bewusste Sprache kann nicht nur Vorurteile und Barrieren abbauen, Sprache hat auch erstaunlich viel Einfluss darauf, wie wir Dinge einschätzen, sie wahrnehmen, wie Entscheidungen getroffen werden und welches Handeln letztlich daraus resultiert.

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